Phoenix Page Logo
Home
Profil
Luftfahrt & Historie
Studium
Tauchen
EJG
Humor
Modellbau
Manga
Download
Links
Luftfahrt & Historie
Gallery
USS Eagle
Aktuell
Luftwaffe
Clostermann
deutsch english
email
USS Eagle

NEWS - Neue Nachrichten aus alter Zeit

31.08.2001

USS Eagle von deutschem U-Boot 1945 versenkt
Navy ändert historische Aussage

WASHINGTON (AP) - Mehr als ein halbes Jahrundert behauptete die Navy, ein explodierender Dampfkessel wäre Schuld an der Versenkung der USS Eagle PE-56 in Sichtweite der Küste von Maine, bei der 49 Seeleute ums Leben kamen. Aber jetzt wird die Geschichte der Eagle umgeschrieben - wie es Überlebende schon immer erzählt haben: Der Torpedo eines deutschen U-Bootes hatte das Schiff versenkt.
Die neuen Beweise wurden Navy Secretary Gordon England präsentiert, der im Juni behauptet hatte, die Versenkung wäre durch einen feindlichen Angriff erfolgt. Diese Änderung bewirkt, daß die Toten aber auch die damals schwer Verletzten nachträglich das Purple Heart, die Auszeichnung der US Streitkräfte für Verwundung im Einsatz, verliehen bekommen.
Harold Petersen, einer der zwei noch lebenden Besatzungsmitglieder, sagte, er wäre erfreut über die Änderung, bedauerte aber, daß es so lange gedauert hatte. Er denkt auch an die gestorbenen Eltern der gefallenen Seeleute, und wünschte, sie hätten die Wahrheit erfahren.
“Sie mußten die ganzen Jahre denken, ‘Wer war so nachlässig und hat zugelassen, daß die Kessel explodieren und mein Kind töten?’” sagte Petersen.(79), aus Rochester, NY. “Das ist hart”
Die Eagle sank am 23. April 1945, zwei Wochen bevor Deutschland kapitulierte. Der 61m lange U-Boot-Jäger kreuzte vor der Küste von Portland, Maine, als die Explosion ihn zuerriß und eine Wasserfontäne von 90m emporschießen ließ.
Petersen, ein Maat 2nd-class, ein Maschinist, war zum Zeitpunkt der Explosion unter Deck. Die Erschütterung ließ ihn Kopf voran in einen Metallspind fliegen. Er stürzte zu den Leitern in die oberen Decks, hielt aber an, um einen verletzten Seeman zu retten, der sich mit eigener Kraft nicht mehr bewegen konnte. Durch das eindringende Wasser und duzender Seeleute, die versuchten, sich in Sicherheit zu bringen, verlor er den verletzten Seemann von seinem Rücken. Dann wurde er mit einem Seemann in paischer Angst konfrontiert, der ihm sagte, er könne nicht schwimmen.
Petersen sagte: “’Egal, ob du schwimmen kannst, oder nicht, schau, daß du von dem Schiff herunterkommst’. So stürzten wir beide weiter. Er kam nicht mehr nach oben.”
Petersen schaffte es, von Bord zu kommen und sich an im Wasser treibenden Wrackteilen festzuhalten bis nach 15 Minunten die ersten Retter eintrafen. Er war einer der 13, die überlebten.
Eine Woche später wurde ein Navy Untersuchungsausschuß in Portland eingerichtet. Fünf Überlebende bestätigten, nach Aufzeichnungen der Navy, daß sie nach der Explosion ein U-Boot langsam auftauchen gesehen hätten. Einige sagten, daß es ein rot-gelbes Zeichen auf dem Turm getragen hätte.
“Ich sah es nur ganz kurz,” sagte John Breeze(78), aus Milton, WA. "Wir wußten nicht, was wir oder was uns getroffen hatte. In dem Moment denkst du über solche Sachen nicht nach. An alles, was du denkst, ist, dein eigenes Leben zu retten.”
Überlebende bestätigten, daß die Kessel der “Eagle” gerade zwei Wochen vor der Explosion überholt worden sind. Es sind auch keine Fehler bei Kesseln vom selben Typ auf über 59 anderen Schiffen der Eagle-Klasse aufgetreten, sagte Paul Lawton, ein Jurist aus Brockton, MA, ein Lehrer für Seefahrtsgeschichte.
Rear Admiral Felix Gygax, Kommandant des First Naval District in Boston, schrieb am 1. Juni 1945, daß es “zumindest einige Hinweise gibt, die den Schluß zulassen, daß die Explosion von einem Gegenstand außerhalb des Schiffes hervorgerufen wurde, dessen genaue Art unbekannt ist. Es könnte eine feindliche Mine oder ein Torpedo gewesen sein.”
Jedoch, Gygax stützte am Ende doch die Aussage des Untersuchungsausschusses, daß der Untergang “das Ergebnis einer Kesselexplosion ist, deren genaue Ursache nicht bekannt ist.”
Niemand weiß, warum die Navy an dieser Schlußfolgerung festhielt. Es ist offensichtlich, daß dem Ausschuß später freigegebene Dokumente nicht zugänglich waren, in denen davon berichtet wird, daß ein deutsches U-Boot in der Nähe operierte. Dazu kommt, daß es nicht im Sinne der Verantwortlichen der Navy in Portland war, zuzugeben, daß ein feindliches Schiff in ihr Gebiert eingedrungen war, sagte Lawton.
Zwölf Tage nach der Versenkung der “Eagle” wurde das deutsche U-Boot und seine 55 Mann Besatzung vor der Küste von Rhode Island versenkt. Bevor es zerstört wurde, versenkte es ein weiteres Schiff - einen Kohlenfrachter auf dem Weg nach South Boston - und mit ihm 12 Mann der Besatzung.
Lawton, der Universitätsvorträge über deutsche U-Boot-Operationen hielt, interessierte sich vor einigen Jahren für den Fall der “Eagle”, nachdem er sich mit einigen Freunden unterhalten hatte, deren Vater, Ivar Westerlund, auf der Eagleumgekommen war.
Mit der Hilfe des inzwischen verstorbenen Rep. Joseph Moakley, D-Mass., und Bernard F. Cavalcante, einem Navy Archivar, sammelte Lawton ausreichend Beweise um die Kessel-Teorie widerlegen zu können und drängte die Navy, den Fall erneut zu untersuchen.
Der Durchbruch kam, als Cavalcante Aufzeichnungen entdeckte, die zeigten, daß das deutsche U-Boot U-853 zum Zeitpunkt der Explosion im Golf von Maine operierte. Es trug das Zeichen eines roten Pferdes in einem Gelben Wappenschild.
“Wir haben uns immer gefragt, was wirklich geschehen ist,” sagte Frederick Westerlund aus Brockton, der sechs Jahre alt war, als sein Vater starb. “Es hätte nicht 56 Jahre brauchen müssen, um das richtigzustellen.”

Eagle-Klasse - Beschreibung

U-853 - Typenbeschreibung
U-853 - Lebenslauf
U-853 - Tauchbericht
U-853 - Fotos vom Wrack


[Home] [Profil] [Luftfahrt & Historie] [Studium] [Tauchen] [EJG] [Humor] [Modellbau] [Manga] [Download] [Links]